Wir haben über 400 Frauen gefragt, ob sie schon einmal mit dem Gedanken gespielt haben, ihre getragenen Schuhe oder Socken zu verkaufen. Die Antwort fiel überraschend aus.
Das Geschäft mit Fußfetisch boomt
Wie sind wir nur darauf gekommen, eine Umfrage zum Thema „Verkauf von getragenen Socken und Schuhen“ zu machen? Nun ja, der Zeitgeist spricht für sich:
- Mädels verkaufen Fußbilder an Männer mit Fußfetisch
- Auf Wikifeet und ähnlichen Seiten sammeln die Herren der Schöpfung Bilder von berühmten Füßen
- In den sozialen Medien nervt die männliche Followergemeinde mit Fragen nach den Füßen der Influencerinnen und Stars
Noch nicht genug gelesen und gesehen? Wir haben noch viel mehr Beispiele:
- Die Entertainerin Katrin Bauerfeind fragte nach mehr Fuß-Aufmerksamkeit vor einigen Jahren
- Die Moderatorin Sonya Kraus ist seit jeher berühmt für ihre Nähe zu Fußfans
- Und selbst der Rapper Kool Savas frönt seinem Fetisch in Songs wie „Sneakers und Heels“.
Der Fußfetisch liegt im Trend. Und das in jeder Hinsicht. Nicht zuletzt wir selbst arbeiten über die Fußfetisch-Geschichten von Lala Idrisse und unsere drei Blogs an seiner Etablierung im erotischen und nicht-erotischen Mainstream. Wir haben uns also gefragt, wie wir (ohne auf Portale der BDSM- & Fetischszene zurückgreifen zu müssen) die Akzeptanz des Fetischs ausloten könnten. Dabei ist uns die App „Appinio“ ins Auge gefallen.

Unsere repräsentative getragene-Socken-Umfrage
Appinio ist ein freies Umfrageinstitut, bei dem Nutzer für kleine Belohnungen an Umfragen teilnehmen können. Man sammelt mit jeder beantworteten Frage Punkte, die ab einer Höhe von 10.000 in den Gegenwert von 10 € umgewandelt und ausgezahlt werden können. Die bezahlten Umfragen stammen von Unternehmen und erforschen in den meisten Fällen persönliche Präferenzen im Konsumverhalten: „Welches dieser Haarpflegeprodukte haben Sie in den letzten 4 Wochen gekauft?“ Wer die App von Appinio als Endnutzer verwendet, der kann allerdings nicht nur an den professionellen Umfragen teilnehmen, um sich ein wenig Geld dazu zu verdienen, sondern der großen Community aus anderen Nutzern auch eigene kleine Fragen stellen.

Die meisten dieser Quickies genannten Community-Fragen sind kurios, lustig oder banal. „Okay Leute: Nutella mit oder ohne Butter?! hihi!“ Ihre Beantwortung dient aber allein dem Zeitvertreib und zahlt nicht auf das Punktekonto ein, das in echtes Geld umgewandelt werden kann. Fragen, die von den Nutzern mit einem „Like“ versehen werden, werden auch mehr Nutzern angezeigt und bleiben länger „live geschaltet“.
Die Quickie-Variante geht durch die Decke
Wir besitzen keinen professionellen Appinio-Account, mit dem wir Unternehmens-Umfragen starten könnten. Aber wir können ziemlich gut formulieren und nutzen die App und ihre (für den privaten Nutzer etwas geringen) Filterfunktionen und stellen uns eine Zielgruppe aus schlicht und einfach allen Frauen zusammen, die sich auf der Plattform tummeln. Die App erlaubt uns darüber hinaus eine Darstellung der Ergebnisse, gefiltert nach dem Alter über 25 Jahre und darunter. So haben wir die Frage formuliert:
Mehr über Füße in Lifestyle, Internet und Social Media
Hast du schon einmal mit dem Gedanken gespielt, getragene Kleidung (bspw. Socken, Schuhe) zu verkaufen?
Die Umfrage war drei Tage lang live geschaltet und ihre Ergebnisse waren überraschend.
- Insgesamt haben 416 zufällig durch die App ausgewählte Frauen (!) teilgenommen
- 311 Frauen aus der Gesamtmenge waren über 25 Jahre alt
- 105 Frauen waren unter 25 Jahre alt
- Die Frage hat altersübergreifend 47 „Likes“ von den Nutzerinnen bekommen
Die Menge der Stichprobe und die Tatsache, dass keine der befragten Personen sich explizit für eine Umfrage zum Thema „Verkauf von getragenen Socken und Schuhen“, macht ihre Ergebnisse repräsentativ. Ihr lest richtig: Repräsentativ. Das Team von Lala Idrisse hat mit wissenschaftlicher Methodik herausgefunden, dass 49 % aller Frauen dir gerne ihre getragenen Socken und Schuhe verkaufen würden. Um der unfreiwilligen Komik noch die Krone aufzusetzen: Ein größerer Anteil der jungen Frauen unter 25 Jahren (51 %) hat schon einmal darüber nachgedacht, als die Fraktion über 25 Jahre (48 %).

Das sind die Ergebnisse auf einen Blick
Frage: „Hast du schon einmal mit dem Gedanken gespielt, getragene Kleidung (bspw. Socken, Schuhe) zu verkaufen?“ Wir sind hierüber vollkommen baff gewesen.
| Befragte | Antwort „Ja“ |
|---|---|
| Alle Frauen (416) | 49 % |
| Frauen U25 (105) | 51 % |
| Frauen Ü25 (311) | 48 % |
Interpretation der Ergebnisse
Wie ordnen wir das ein? Sollen wir einfach die Schultern zucken, ein leises „Geld regiert die Welt“ murmeln und das auf sich beruhen lassen? Sollen wir uns freuen? Nun ja – eigentlich ist das Ergebnis ein kurioser – besorgniserregender – Hinweis auf die finanzielle Situation in unserer Gesellschaft? Interpretationen, Interpretationen!
Für alle, die am Kauf von getragenen Socken und Schuhen interessiert sind, ist dieser Beitrag jedenfalls voller guter Nachrichten.
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